REBPARZELLEN für die Zukunft

REBPARZELLEN für die Zukunft

Im Wallis stehen viele Rebflächen vor einem Wandel. Immer mehr Hobbywinzerinnen und Hobbywinzer geben ihre kleinen Parzellen auf. Für die einzigartige Reblandschaft unseres Kantons ist das eine grosse Herausforderung. Gleichzeitig eröffnet diese Entwicklung aber auch Chancen.

Wo benachbarte Rebparzellen zusammengeführt werden können, entstehen wirtschaftlich sinnvoll bewirtschaftbare Flächen. Der Kanton unterstützt diesen Strukturwandel gezielt, denn nur so kann der Schweizer Weinbau langfristig erhalten und weiterentwickelt werden. 

Auch wir haben diese Chance genutzt. In den vergangenen Monaten konnten wir Rebflächen neugestalten. Entstanden sind zwei grosszügige Parzellen, die eine nachhaltige und zukunftsorientierte Bewirtschaftung ermöglichen. Hinter diesem Projekt stehen unzählige Arbeitsstunden, viel Mut und ein grosser Aufwand. Doch diese Arbeit ist eine wichtige Investition für die nächste Generation unserer Reben und unserer Weine.

Ein besonderer Dank gilt dabei unserem Star der Baustelle, Raoul. Mit seiner langjährigen Erfahrung, seinem geschulten Auge und seinem aussergewöhnlichen Gespür für das Gelände formt er aus steilen Hängen harmonische Rebterrassen und Rebanlagen. Immer ohne detaillierte Pläne, aber mit beeindruckender Präzision. Seine Arbeit prägt unsere Landschaft nachhaltig und schafft die Grundlage für die grossen Weine von morgen. Diese Leistung wird häufig als selbstverständlich wahrgenommen, verdient aber höchste Anerkennung.

Ebenso beeindruckend ist die Arbeit unseres Rebenteams. Nach den Bodenarbeiten folgte die eigentliche Grundlage für die Zukunft: das Pflanzen von fast 9'000 jungen Rebstöcken, eine Parzelle als Terrasse, die andere Parzelle ist im Direktzug. Stunde um Stunde arbeiteten unsere Mitarbeitenden, damit aus jungen Setzlingen eines Tages charaktervolle Walliser Weine entstehen können.

Bis die ersten grossen Weine aus diesen Reben gekeltert werden, wird noch einige Zeit vergehen. Vielleicht geniesst Raoul dann bereits seinen wohlverdienten Ruhestand. Umso schöner ist der Gedanke, dass seine Handschrift noch über Jahrzehnte in unserer Reblandschaft sichtbar sein wird.

Ein herzliches Dankeschön an alle fleissigen Hände, die mit ihrem täglichen Einsatz die Zukunft unseres Weinbaus mitgestalten.

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